WAS IST EIN TRAUMA?
UND WO FÄNGT TRAUMA AN?
Ein Trauma ist kurz gesagt eine unvollständig verarbeitete
ERINNERUNG, die in unserem Nervensystem als GEFAHR abgespeichert wurde und nach wie vor Stress in uns auslöst.
Es geht dabei nicht nur um extreme Ereignisse. Auch Verlust,
Trennung, Unfall oder anhaltender Stress können nachhaltige Spuren
hinterlassen. Viele Menschen funktionieren im Alltag gut – und tragen
dennoch unverarbeitete Erfahrungen in sich.
WIE KANN SICH EIN TRAUMA BEMERKBAR MACHEN?
Wenn belastende Erlebnisse nicht vollständig verarbeitet werden, können sie sich später zeigen durch:
starke emotionale Reaktioneninnere
Anspannung oder Unruhe
Vermeidungsverhalten
körperliche Schmerzen
Emotionale Distanzierung, als Schutzmechanismus vor Verletzungen
wiederkehrende Gedanken oder Bilder
Selbstzweifel oder seelische Blockaden
Angstzustände, Zwänge, Panikattackenselbstschädigendes Verhalten
nervliche Zusammenbrüche
Depression
WIE ENTSTEHT EIN TRAUMA?
Der Mensch strebt nach SICHERHEIT. Das ist eines unserer psychischen Grundbedürfnisse (Orientierung & Kontrolle). Wird dieses Bedürfnis bedroht, erfahren wir GEFAHR und unser Körper rutscht in den Alarmmodus.
Wichtig: Jeder reagiert unterschiedlich auf Situationen.
Ein Trauma entsteht also, wenn eine Erfahrung fühlbar so belastend ist und die Psyche in dem Moment kollabiert, weil sie sich nicht SICHER genug fühlt. Der Psyche fehlt sozusagen eine ausreichende Strategie zum Tragen der schweren Emotionen (Angst, Ekel, Trauer..).
Fehlt die nötige Strategie, rutschen wir in den Alarmmodus. Das ist keine Schwäche, sondern Überforderung und eine ganz natürliche Schutzreaktion unseres Nervensystems & Körpers.
Einfach erklärt: Begegnen wir einem Problem (Bedrohung) ohne innerliche Lösung (Ressource), passiert Erschütterung —> Trauma.
Oder anders: zu viel geladene Energie, aber kein Ventil!
BLEIBT EIN TRAUMA FÜR IMMER?
Egal was da ist, es ist änderbar.
Traumaorientierte Begleitung setzt genau dort an: bei der individuellen Verarbeitung deines Nervensystems.
